Nächste Android-Version könnte “Jelly Bean” heißen

Die verschiedenen Versionen von Android bekommen nicht nur eine Versionsnamen sondern auch noch eine Art Codenamen. Diese lauteten biser Cupcake (1.5), Donut (1.6), Eclair (2.0-2.1), Froyo (2.2), Gingerbread (2.3), Honeycomb (3.0-3.2) und Ice Cream Sandwich (4.0).

Jelly Beans - Fotograf: Brandon Dilbeck, Lizenz: Creative Commons SA

Wer mit dem englischen Vokabular vertraut ist, dem wird schnell das System einfallen. Es handelt sich hierbei um die Bezeichnungen von Süßigkeiten in aufsteigender aplphabetischer Reihenfolge.

Dieser Logik nach würde J den Anfangsbuchstabel für den Namen der nächsten Android-Version nach Ice Cream Sandwich bilden. Die Zahl der in Frage kommenden Namen ist damit begrenzt. Die Auswahl könnte daher auf den Namen “Jelly Bean” lauten. Dabei handelt es sich um kleine Bohnen-förmige Süßigkeiten, die mit einer Art Gelee gefüllt sind.

Obwohl der Name Jelly Bean in manchen Berichten bereits als fix dargestellt wurde, dürfte die Sache doch noch nicht offizell beschlossen sein. Aus Insider-Kreisen ist nun angeblich zu hören, dass Jelly Bean zwar in der engeren Auswahl steht, aber noch nicht fixiert wurde. Sicher ist jedoch: Google treibt die Entwicklung von Android weiter voran, um damit die Vormachtstellung bei Smartphones langfristig zu sichern.

Amazons Antwort auf das iPad: Android-Tablet um 250 Dollar

In der schnelllebigen Technologie-Branche kann ein erfolgreiches Unternehmen schnell von einem Hoch ins Tief geraten. So geschehen ist es etwa bei Amazon.

Nein, der Online-Shop von Amazon ist keineswegs angeschlagen. Das Geschäft läuft hier weiter hervorragend. Gemeint ist aber der Geschäftszweig mit den eBook-Readern. Am amerikanischen Markt preschte der (längst nicht mehr nur) Buchhändler vor und begeisterte mit dem Kindle. Doch seit Apple das iPad vorgestellt hat, sind der eBook-Reader als Standalone-Gerät massiv unter Druck geraten.

Warum sollte man mehrere hundert Dollar in ein Gerät zum Lesen von eBooks investieren, wenn man um einen gar nicht so großen Aufschlag gleich auch Internet surfen, Bilder und Filme ansehen oder Musik hören kann? Und das gleich in Farbe statt einfachem Schwarz-Weiß.

Amazon verfolgt nicht das Ziel mit Hardware einen Profit zu machen, wie es Apple in unnachahmlicher Weise schafft. Das Duell zwischen Kindle und iPad ist viel mehr ein Stellvertreterkrieg zwischen den Kindle Store und dem Apple Store. Der Verkauf von eBooks ist für Amazon ein strategisches Geschäftsfeld. Wenn zu wenig eigene eBook-Reader verbreitet sind, öffnet das erstens der Konkurrenz eine Tür. Zweitens kann Amazon zwar auch Bücher an iPad-Nutzer verkaufen, muss dabei aber mitunter einen Teil der Gewinne an Apple abtreten.

Amazon sattelt nun um und setzt auf ein eigenes Android-Tablet. Das ist zwar prinzipiell auch für Konkurrenten offen, durch die enge Integration des Kindle Stores sollen die Nutzer aber vor allem bei Amazon einkaufen. Zudem versucht Amazon mittlerweile ohnehin, auf möglichst vielen Geräten präsent zu sein anstatt nur auf den Kindle zu setzen.

Die ersten Informationen zum Tablet PC von Amazon sind jedenfalls vielversprechend. Das 7-Zoll-Display wird mit Multitouch-Display ausgestattet sein, ansonsten sind noch keine technischen Spezifikationen bekannt. Das interessante ist jedoch der Preis, der bei bescheidenen 250 Dollar liegen soll. Zum Vergleich: Die günstigste Variante des iPad kostet mit 499 bereits das Doppelte. Als weiteren Köder will Amazon den eigenen Streaming-Dienst möglicherweise sogar kostenlos anbieten.

Apple veröffentlicht OS X 10.7

“Der Löwe ist los” – so oder so ähnlich titelten zahlreiche Publikationen in den letzten Tagen. Was dahinter steckt? Apple veröffentlichte Mac OS X 10.7 – die neueste Version des Betriebssystems trägt den Codename “Lion”.

Radikale Änderungen und weltbewegende Neuerungen lassen sich beim jüngsten Update nicht finden. Apple spricht von “250 Verbesserungen” gegenüber den Vorgänger, bei den meisten handelt es sich jedoch um kleine Details. Zu den Neuerungen zählen das Launchpad, Mission Control, eine Konversations-Ansicht à la Gmail im Mailprogramm, die Vorinstallation von Facetime oder ein Vollbildmodus für einige Apps. Eine Übersicht aller wichtigen Neuerungen gibt es im Futurezone-Testbericht zu Mac OS X 10.7.

Ein Trend lässt sich jedoch durchgängig erkennen: Das PC-Betriebssystem nähert sich dem iOS von iPad an. Neben dem erwähnten Vollbildmodus wurden Änderungen bei Scrollen eingeführt und Multitouchgesten eingeführt. Mac OS X 10.7 ist damit prinzipiell für Touch-fähiger Computer geeignet. Möglicherweise erwartet uns in nächster Zeit eine neue mobile Apple-Hardware mit dem vollwertigen Mac OS X 10.7.

Was Lion noch vom iOS unterscheidet, ist dass Apps nicht zwingend aus dem App Store  geladen werden müssen.   OS X 10.7 selbst gibt es aber nicht mehr auf CD oder DVD, es muss übers Internet geladen werden. Auch wenn große Änderungen ausgeblieben sind, kann sich das Update dennoch lohnen. Mit einem bescheidenen Preis von  23,99 Euro handelt es sich um keine große Investition.

Twitter feiert 5-jähriges Bestehen

Twitter zählt neben Facebook zu den ganz großen Gewinnern der letzten Jahre im Web. Und obwohl der Dienst hier erst 2009 im Rahmen der medialen Berichterstattung zur “grünen Revolution” im Iran breitere Bekanntheit erlangte, gibt es den Dienst mittlerweile doch schon 5 Jahre.

Der erste Tweet wurde am 21. März 2006 versandt, weshalb viele Medien auch schon am 21. März den 5. Geburtstag von Twitter feierten. Richtig los ging es allerdings erst am 15. Juli 2006 – der Tag, an dem der Dienst allgemein zugänglich gemacht und erstmals beworben wurde.

In diesen 5 Jahren hat es Twitter immerhin auf mehr als 200 Millionen registrierte Accounts gebracht. Jedoch ist auch bekannt, dass nur ein kleiner Teil der Twitter-Nutzer den Account langfristig aktiv nutzt. Die aktive Nutzer sorgen aber für beachtliche 200 Millionen Tweets pro Tag. Eine etwas ausführlichere Bilanz gab es im ZDF Morgenmagazin.

Mittlerweile wird der Unternehmenswert von Twitter auf rund 7 Milliarden Dollar geschätzt. Kritiker bemängeln jedoch, dass Twitter es bisher nicht geschafft hat, ein Geschäftsmodell zu etablieren, dass diesen Wert gerechtfertigen würde. Die Werbeeinahmen liegen bisher unter den Erwartungen, hinzu kommen jedoch Einnahmen aus der Lizenzierung der Datenströme an Bing und andere Unternehmen. Weniger erfreulich ist jedoch, dass Google das Abkommen mit Twitter auslaufen ließ. Zudem ist zu befürchten, dass andere Dienste wie Facebook und Google+ dem Dienst langfristig ersetzen könnten.

Beta-Version von Firefox 6 steht zum Download bereit

Der Web-Browser ist mittlerweile – abgesehen vom Betriebssystem – wohl das wichtigste Stück Software auf einem Computer geworden. Und mittlerweile geht es bei den Browser-Herstellern längst nicht mehr nur um einen gemeinnützigen Dienst, sondern um mehrstellige Millionen-Umsätze (die Browser-Hersteller bekommen von Suchmaschinen bezahlt, wenn deren Suchmaschinen als Standard-Suchmaschine voreingestellt werden).

Im Kampf um die Nutzer überschlagen sich die Hersteller mittlerweile mit Updates. Nachdem Googles Chrome-Browser anfangs mit sehr kurzen Versionszyklen vorgelegt hat, haben andere Browser-Hersteller nachgelegt. Während bei Firefox vor nicht all zu langer Zeit der Firefox 3 aktuell war, gibt es mittlerweile den Firefox 5 als stabile Version.

Und während am 21. Juni 2011 erst die finale Version von Firefox 5 fertiggestellt wurde, steht mittlerweile auch schon die Beta-Version von Firefox 6 zum Download bereit.

Firefox 6 will u.a. mit eine überarbeiteten Addon-Manager punkten, zudem soll man nun einen besseren Überblick bekommen, welche Daten wie Cookies und Passwörter für einzelne Websites gespeichert wurden. Außerdem wurde die Unterstützung für HTML5 verbessert, ebenso wie neue CSS-Eigenschaften implementiert wurden.

MiniDisc-Player werden ab September nicht mehr produziert

Sony Walkman für MiniDiscs. / Lizenz: Creative Commons 3, erstellt von Geierunited (Wikipedia)

Im Kampf um das führende Musik-Format steht der Sieger schon lange fest: MP3 ist das heute mit Abstand das beliebteste Format, gefolgt von anderen digitalen Formaten wie AAC.

Die CD hat im Verkauf noch nicht ausgedient und selbst Schallplatten sind unter echten Musiklieberhabern noch verbreitet. Aber andere Datenträger und Abspielgeräte mussten  den allgegenwärtigen MP3-Playern und Smartphones weichen.

Nachdem Sony vor nicht all zu langer Zeit die Einstellung der Walkman-Produktion beschlossen hat, folgt nun gleich ein weiteres Abspielgerät: Auch MiniDisc-Player werden ab September nicht mehr hergestellt, wie Sony nun ankündigte. Da es aber vor allem im Japan noch eine große Nutzerbasis gibt, werden  MiniDiscs jedoch weiterhin als Tonträger produziert.

Die MiniDisc mit 6,4 Zentimeter Durchmesser sollte zur Einführung die CD ersetzen. Das kleinere Format sollte vor allem handlichere Abspielgeräte möglich machen. Dazu boten sie eine bessere Klangqualität. Dennoch konnte die CD damit nie gänzlich verdrängt werden, mit dem Aufkommen der MP3-Player war die Nachfrage schnell abgenommen, da das Argument der Kompaktheit nicht im Kampf gegen MP3-Player galt.

Google+ soll Ende Juli für alle freigegeben werden

Googles Ankündigung eines eigenen sozialen Netzwerks kam eigentlich nicht überraschend. Schon lange davor gab es Informationen von Inside-Quellen, dass Google an einem derartigen Projekt arbeitet. Offen war nur noch der Zeitpunkt der offiziellen Veröffentlichung.

Als dann die Social Networking Plattform mit dem Namen Google+ angekündigt wurde, wurden gleich die ersten Nutzer eingeladen. Mittlerweile soll Google+ bereits über eine halbe Millionen Mitglieder zählen. Der Zugang ist allerdings stark limitiert, nur für kurze Zeit konnten man eingeladen werden.

Das Internet ist derzeit voll mit Fragen, wie man denn nun an eine Einladung kommen kann. Auch das ist ein positives Zeichen für Google, im Gegensatz zu früheren Diensten wie Google Buzz besteht großes Interesse auf Nutzerseite. Unzählige web-affine Personen warten darauf, dass auch sie endlich Zugang erhalten.

Während GMail einst sehr lange Zeit nur mit Einladung benutzbar war, dürfte es beim Facebook-Konkurrent Google+ wesentlich schneller für die Allgemeinheit freigegeben werden. Laut Medienberichten soll Google+ bereits Ende Juli für alle freigegeben werden.